| Eine kleine Geschichte der Holographie
Das Wort Holographie setzt sich zusammen aus den griechischen Wörtern "holos" (das Ganze) und "graphein" (schreiben) und bezeichnet die Möglichkeit, Wellen (speziell Lichtwellen) in ihrer Gesamtheit aufzuzeichnen.
Holographie ist eine Technik der optischen Physik, genauer gesagt der Wellenoptik. Sie ermöglicht die echte, dreidimensionale Aufzeichnung von Objekten auf einem zweidimensionalen Träger, der Hologrammplatte, mittels LASER-Licht.
Die Rekonstruktion des holographischen Bildes erfolgt je nach Hologrammtyp durch Beleuchten der Hologramm-Platte mit LASER-Licht oder einer Weißlichtquelle (Sonnenlicht, Halogenspots, etc.). Dabei wirkt das Hologramm, als Träger der Information, wie ein Fenster, durch das man das Objekt in seiner Räumlichkeit betrachten kann.
Das erste Hologramm wurde von Dr. Dennis Gabor, Wissenschaftler am Imperial College in London, erdacht und angefertigt. 1948 veröffentlichte er einen Artikel über "Bilder zeugung mit Hilfe der Rekonstruktion von Lichtwellenfronten". Seine Versuche galten der Verbesserung des Auflösungsvermögens und der Abbildungsqualität von Elektronenmikroskopen, wozu er die Möglichkeiten des Phänomens der Interferenzfähigkeit des Lichts (Überlagerung von Lichtwellen) erforschte. Gabors größtes Problem bestand darin, die passende Lichtquelle für seine Versuche zu finden. So blieben seine ersten Hologramme unscheinbar und behelfsmäßig. Erst als 1960 der LASER erfunden wurde, war die für Holographie geeignete Art von Licht vorhanden. 1971 erhielt Dr. Dennis Gabor für die Erfindung der Holographie den Physik Nobelpreis.
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